Bild zeigt eine Waage mit blauem HintergrundBild zeigt zwei  Hände, die sich aufeinander zu bewegenBild zeigt eine Menschenkette auf einem Erdball

Die Stiftung Opferhilfe Bayern



Die Stiftung Opferhilfe Bayern ist eine öffentlich-rechtliche Stiftung mit Sitz in München. Sie wurde durch Gesetz errichtet (Gesetz über die Errichtung der „Stiftung Opferhilfe Bayern“ vom 24. Juli 2012, GVBl S. 388). Weitere Regelungen über die Tätigkeit und Organisation der Stiftung und über die Voraussetzungen der Hilfeleistungen sind in einer Stiftungssatzung und in Zuwendungsrichtlinien getroffen worden. Die Stiftung hat ihren Betrieb am 22. Oktober 2012 aufgenommen.

Ziel der Stiftung ist es, Opfer von Straftaten und deren enge Angehörige finanziell zu unterstützen. Dadurch sollen bestehende Schutzlücken im Entschädigungsrecht geschlossen werden, da Opfer von Straftaten und deren Angehörige erlittene Schäden vom Täter und vom Sozialsystem häufig nicht oder nur teilweise ausgeglichen erhalten. Die Stiftung Opferhilfe Bayern kann hier schnell und unbürokratisch Hilfe leisten, soweit vom Täter kein oder kein zeitgerechter Ausgleich zu erlangen ist und gesetzliche Leistungen (Opferentschädigungsgesetz, Sozialversicherung, Krankenkassen, Entschädigungsfonds für Schäden aus Kraftfahrzeugunfällen), die Hilfe anderer Opferhilfeeinrichtungen oder Dritte (Versicherungen) nicht in Anspruch genommen werden können.

Über die Gewährung der finanziellen Hilfen entscheidet ein vom Stiftungsrat bestellter Zuwendungsausschuss. Die dabei zu beachtenden Zuwendungsrichtlinien und ein Antragsformular finden Sie auf diesen Seiten.

Hier sollen Ihnen zunächst die drei wichtigsten Fragen beantwortet werden:

Wem kann die Stiftung helfen?

Die Stiftung gewährt Zuwendungen an Personen, die Opfer einer Straftat geworden sind. Leistungen können auch enge Angehörige (Ehegatte, Lebenspartner, Kinder, Eltern) erhalten, wenn sie durch die Tat besondere Nachteile erlitten haben.

Wann kann ich einen Antrag bei der Stiftung stellen?

Die Stiftung kann auf Antrag eine Zuwendung gewähren, wenn

Was leistet die Stiftung?

Die Stiftung leistet Hilfe durch einmalige Zahlungen als Ausgleich für materielle und immaterielle Schäden (Schmerzensgeld). Der Höchstbetrag für eine Zuwendung liegt bei 10.000 Euro.

Im Jahr 2014 sind in 66 Fällen insgesamt 339.700 € ausgezahlt worden. An Verwaltungskosten sind der Stiftung nur 3.802,46 € entstanden, da alle Beteiligten ehrenamtlich tätig sind.